Zickzack-Kurs der EU-Kommission schafft Chaos und Unsicherheit
Flottengrenzwerte
Die Europäische Kommission hat heute (Dienstag, 1. April) angekündigt, die Einhaltung der Flottengrenzwerte für Autohersteller von diesem Jahr auf das Jahr 2028 zu verschieben. Autohersteller sollen somit drei Jahre mehr Zeit für die verpflichtende Einhaltung der Ziele haben.
Michael Bloss, Grünen/EFA-Mitglied im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie, kritisiert den Schritt der EU-Kommission:
„Die EU-Kommission schafft mit ihrem Zick-Zack-Kurs Chaos und Unsicherheit. Die Flottengrenzwerte für 2025 liegen bereits seit 2017 auf dem Tisch.
E-Mobilität ist auf dem Vormarsch, die EU-Kommission bremst die Dynamik aus und gefährdet die langfristige Wettbewerbsfähigkeit unserer Autoindustrie. Hersteller haben sich auf die EU-Kommission verlassen und in E-Mobilität und die Absenkung von CO2 investiert. Die EU-Kommission macht mit ihrer Kehrtwende die Ehrlichen zu Dummen und verzerrt den Wettbewerb. Wer so handelt, verspielt Vertrauen in die europäische Politik und gefährdet die Glaubwürdigkeit der EU.”
Hintergrund:
Die EU-Flottengrenzwerte legen fest, wie hoch der durchschnittliche CO₂-Ausstoß der gesamten neu registrierten Fahrzeugflotte eines Automobilherstellers sein darf. Die Grenzwerte wurden 2019 beschlossen und sinken alle fünf Jahre, bis sie im Jahr 2035 bei 0g CO2/km liegen sollen.